Sie sind hier:

10 Thesen

  1. Interkommunale Zusammenarbeit führt zu Kostenersparnis, zur Verbesserung der Qualität der Verwaltungsleistung und zu einer Beschleunigung der Verfahren.

  2. Da die Teilnahme an den einzelnen Kooperationen freiwillig ist, kann den örtlichen kommunalen Besonderheiten ausreichend Rechnung getragen werden.

  3. Interkommunale Zusammenarbeit stärkt die Selbstständigkeit der einzelnen Kommunen und die kommunale Selbstverwaltung.

  4. E-Government erleichtert die interkommunale Zusammenarbeit. Anmerkung: Die sogenannte Speyer Definition von Electronic Government lautet: "Unter Electronic Government verstehen wir die Abwicklung geschäftlicher Prozesse im Zusammnenhang mit Regieren und Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechniken über elektronische Medien."

  5. E-Government ist (nur) ein technisches Mittel zur Optimierung von Geschäftsprozessen und damit zur Verwaltungsmodernisierung. E-Government darf nicht als schöne Fassade schlechter Geschäftsprozesse herhalten. Bei der Verbesserung der Geschäftsprozesse aus Kundensicht hilft u.a. das Lebenslagenprinzip.

  6. E-Government dient dabei als Strategie und als Instrument zum Ausbau und zur Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung. Die Optimierung der kommunalen Dienstleistungsqualität ist in diesem Zusammenhang ein zielführendes Anliegen.

  7. Die Ausgaben für E-Government sind nur zu rechtfertigen, wenn der Nutzen die Kosten übersteigt. Eine Kosten-Nutzen-Analyse ist durchzuführen. E-Government muss zur Rationalisierung beitragen. Rationalisierend wirken z.B. die Vermeidung von Redundanzen (mehrfache Eingabe derselben Daten) und die Dateneingabe durch den Kunden selbst (vgl. Elektronische Steuererklärung), aber allgemein auch die Optimierung von Geschäftsprozessen im Zuge der Einführung von E-Government-Lösungen.

  8. E-Government muss sich an den Anforderungen von externen und internen Kunden (Bürger/innen, Unternehmen, Kommunen und andere Behörden, Mitarbeiter/innen) ausrichten, einen wesentlichen Teil der Kunden ansprechen und diesen Kunden einen echten Mehrwert bieten, sei es durch Zeitersparnis, Kostenreduzierung oder Leistungssteigerung.

  9. M-Government (Mobile Government) ist kein Gegensatz, sondern nichts Anderes als E-Government unter Einbeziehung drahtloser Datenübertragung (UMTS!), z.B. im Außendienst.

  10. Regionale (und überregionale) Kooperation führt zu einheitlichen Standards für die Kunden, ermöglicht die Abwicklung von Lebenslagen zuständigkeitsüberwindend aus einer Hand, erleichtert den Wissenstransfer, führt zu technischen (und rechtlichen) Standards und senkt die Entwicklungskosten. Aus der Zusammenarbeit ergeben sich zudem gemeinsame Anforderungen an die Bundes- und die Landesebene (z.B. gezielte Information, Vorhalten von Dienstleistungen, einheitliche technische Standards)

.